 |
|
 |
 | Peter Joachim Lapp: Gerald Götting - CDU-Chef in der DDR, Aachen 2011 Das Wirken des Volkskammerpräsidenten Gerald Götting (bleibt) eine großartige Lebensleistung. An ihr vermögen auch jene nicht zu rütteln, die sich wie der ehemalige Deutschlandfunk-Redakteur und BRD-Volkskammerexperte auf gezielte Diffamierung verstehen. In seiner scheinbar sachlich gehaltenen politischen Biographie 'Gerald Götting - CDU-Chef in der DDR' verschweigt er Positives, präsentiert er Halbwahrheiten und objektivistische Aufzählungen sowie das Einfügen nicht überprüfbarer Wertungen mit dem Ziel der moralischen Herabwürdigung des Wirkens eines bedeutenden christdemokratischen Parteiführers und Staatsmannes der DDR. RotFuchs - Tribüne für Kommunisten und Sozialisten Zu Recht glaubte Götting, dass die SED niemals freie Wahlen zulassen werde, und stimmte 1950 den Einheitswahlen zu... Natürlich sah er die politischen Häftlinge, bewertete die Toten an der Mauer als 'schwerste Belastung der DDR', doch zog Götting keinerlei Konsequenzen... Gewiss half er, christliche Werte in der atheistischen DDR zu bewahren, und in Einzelfällen auch bedrängten Menschen, doch ändert dies kaum etwas an der Feststellung des Autors: Götting hat die DDR-Diktatur mitverantwortet und wurde damit mitschuldig. Deutschland Archiv Lapp hatte als Erster Gelegenheit, das private Archiv eines von Honeckers Stellvertretern zu sichten... Seine Einblicke vervollständigte er mit Berichten und Erinnerungen weiterer Quellen, und war so gerüstet für die Biografie, um die ihn Götting persönlich gebeten hatte. Eigentlich wollte der selbst einen Lebensbericht verfassen, aber seine nachlassende Sehkraft und wohl auch die Schwierigkeit, sich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, verhinderten das. Zum Glück, denn entstanden ist nun ein Buch, das sich angemessen kritisch mit dem ostdeutschen CDU-Granden befasst. Mitteldeutsche Zeitung Die aufwändig recherchierte, faktenreiche politische Biografie bietet tiefe Einblicke in das untergegangene Regime, dem Gerald Götting (Jg. 1923) in exponierter, aber fast machtloser Funktion gedient hat... Autor Peter Joachim Lapp hat die einschlägige Literatur (über 200 Titel), Materialien aus dem Bundesarchiv, der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Stasiunterlagenbehörde, Dokumente und Protokolle der Ost-CDU und das gesamte Privatarchiv von Gerald Götting ausgewertet und Gespräche mit 17 Zeitzeugen geführt. Entstanden ist ein sehr differenziertes Porträt, nicht retuschiert und nicht diskreditierend wie so manche Medienberichte nach 1989/90... Lapp hat ein Buch vorgelegt, das jeden zeitgeschichtlich Interessierten fasziniert. Dresdner Neueste Nachrichten Eine unlängst im Aachener Helios-Verlag erschienene Götting-Biografie geht auf 250 Seiten unter anderem den Fragen nach, wie der Parteifunktionär es mit der Stasi hielt und wie der erklärte Christdemokrat dem weder christlichen noch demokratischen SED-Regime an exponierter Stelle über Jahrzehnte dienen konnte... Der Autor formuliert betont sachlich und enthält sich meistens eines Werturteils, trägt sein Thema ohne unkontrollierbare Schuldzuweisungen und quasi streng nach Aktenlage vor. Besonders wird den Leser interessierten, in welchem Ausmaß und mit welchen Folgen Götting mit der allgegenwärtigen Stasi zusammengearbeitet hat. Preußische Allgemeine Zeitung | | |  |  | Peter Joachim Lapp: Die zweite Chance. Wehrmachtsoffiziere im Dienste Ulbrichts, Aachen 2010 Dem Autor gelang neben der Darstellung der Lebensläufe einiger prominenter "Ehemaliger" auch die Beleuchtung der dahinter stehenden Motive... Die Mehrzahl der "Ehemaligen" sah und nutzte die Rückkehr als Möglichkeit, dem schweren Los der Kriegsgefangenschaft zu entkommen. Viele waren dem DDR-System dankbar für die Chance, eine unangenehme Vergangenheit hinter sich zu lassen und neu zu beginnen. Österreichische Militärische Zeitschrift (ÖMZ) Jedes diktatorische Regime braucht leider solche Menschen, deren Verhalten letztlich nachvollziehbar ist, ergriffen sie doch nach der Erniedrigung der Gefangenschaft in der Sowjetunion ihre zweite Chance - und wurden damit wiederum Werkzeug eines verabscheuungswürdigen Systems. Die Lektüre ist abschreckend. Allgemeine Schweizerische Militärzeitschrift (ASMZ) Mit ihren DDR-Biographien von Wehrmachtsoffizieren bietet Lapps Studie bemerkenswerte Einblicke in die Anfänge der ostdeutschen Militärgeschichte. Frankfurter Rundschau | | |  |  | Peter Joachim Lapp: Schüler in Uniform - Die Kadetten der Nationalen Volksarmee, Aachen 2009 Der Leser wird sich zunächst einmal die Augen reiben und nochmals nachlesen: Kadettenanstalten in der DDR? War das möglich? Galten die alten preußischen und bayerischen Kadettenanstalten den Kommunisten nicht als grauenhafte Orte der Reaktion und des Militarismus? Und doch gab es eine Kadettenschule im Nachkriegsmitteldeutschland, wenn auch nur für die Dauer von fünf Jahren. In Standardwerken der DDR-Militärliteratur wird sie - wenn überhaupt - nur kurz erwähnt. Der Autor ... begab sich auf eine spannende und nicht einfache Spurensuche...
Das Buch ist eine streckenweise unterhaltsame Chronik einer militärischen Fehlplanung. Deutsche Militärzeitschrift Der Autor hat ehemalige Kadetten und Lehroffiziere als Zeitzeugen befragt, die eher karge Literatur ausgewertet und die reichlich vorhandenen Befehle, Lehrprogramme, Dienstpläne und Erfahrungsberichte anschaulich dargestellt. Zahlreiche Fotos von Schulalltag und Dokumenten machen aus dem erzählten Stoff fast einen spannenden Bild- und Textband. Die Bundeswehr Peter Joachim Lapp bietet wohl keine neuen Forschungserträge, aber sein multiperspektivischer, (vom Umfang) schmaler Band ist eine ungemein kurzweilige und anregende Lektüre. Militärgeschichtliche Zeitschrift, Band 69, Heft 2 (Dezember 2010) | | |  |  | Peter Joachim Lapp: Aus deutscher Teilungszeit. Eine Ost-West-Biografie, Aachen 2009 Lapps Autobiografie lässt den Leser vor der persönlichen Geschichte die letzten Jahrzehnte unseres Landes noch einmal hautnah und in lebendiger Diktion erleben... Im August 1960 verurteilt das Bezirksgericht Gera den Autor zu vier Jahren und sechs Monaten, für ihn werden sie (im Zuchthaus Waldheim) eine äußerst harte "Lebensschule"... 1977 wird er Redakteur des Deutschlandfunks... Voller Freude erlebt der Autor die Wiedervereinigung; er sieht aber auch, dass der 'Veitstanz ums Goldene Kalb' mehr denn je die innere Situation Deutschlands bestimmt. Wird es einen 'Dritten Weg' geben, fragt Peter Joachim Lapp. Sein Buch zwingt in seiner ganzen Breite zum tieferen Nachdenken. Deutschland Archiv Weitgehend vorurteilsfrei und nicht selten mit einem Schuss Selbstironie beschreibt L. seine Schul- und Lehrzeit in Oldenburg und Rudolstadt, die Beweggründe für die Bildung der von ihm gegründeten Widerstandsgruppe 'Deutsche Widerstandsbewegung' (S.6-38) sowie die Erlebnisse und Erfahrungen der Haftjahre in Gera und Waldheim (S.39-113).
Im Kapitel III und IV schildert er die nicht immer komplikationslos verlaufende Wiedereingliederung in die bundesrepublikanische Gesellschaft (S.114-129) sowie seine Studienjahre bis hin zur Dissertation mit einer Arbeit über die Volkskammer der DDR (S.130-144). Während seiner Tätigkeit als Redakteur des Deutschlandfunks ab 1977 berichtete L. über verschiedenste Ereignisse und Veranstaltungen von Parteien, gesellschaftlichen Organisationen und Kirchen in der DDR und in anderen Staaten Osteuropas. Natürlich sind seine Erinnerungen an diese Zeit geprägt von einer spezifisch 'westlichen' Sichtweise. Die Herabwürdigung Siegmund Jähns als 'kosmischen Trittbrettfahrer' (S. 160) mag dafür als Beispiel stehen. Andererseits dokumentiert der Band aber vor allem Lapps kompromissloses Eintreten für eine deutsche Wiedervereinigung, weswegen er sich immer wieder mit etablierten Politikern in beiden deutschen Staaten auseinander setzte, die sich jeweils 'als zuverlässigste Verbündete der USA und der UdSSR aufführen - und darauf auch noch stolz sind' (S. 163). Als wesentliche Ursache für das Scheitern der DDR bezeichnet er die Weigerung der DDR-Verantwortlichen, 'Demokratie und Sozialismus zusammen zu denken und danach zu handeln' (S. 204)... Insgesamt hat L. eine sehr lesenswerte Autobiografie vorgelegt. Jahrbuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung Mit ein paar anderen Jugendlichen .. kam er auf die nicht nur abenteuerliche, sondern auf dem Boden einer Diktatur äußerst gefährliche Idee, eine Widerstandsgruppe zu gründen... Er verfasste 13 Artikel und im ersten hieß es, aktiv und passiv gegen die kommunistische Herrschaft kämpfen zu wollen. Bevor sie überhaupt etwas unternehmen konnten, schlug die Staatssicherheit zu...
Der Autor erzählt von den Methoden während der Untersuchungshaft und dem Prozeß vor dem Geraer Bezirksgericht, vor dem er sich mit drei Mitangeklagten (die ebenfalls noch Lehrlinge waren) zu verantworten hatte. Die Urteile lagen zwischen 10 Monaten Gefängnis und viereinhalb Jahren Zuchthaus für ihn, den angeblichen Rädelsführer. Ausführliche Schilderungen seiner Haft im sächsischen Zuchthaus Waldheim folgen...
Die Erzählweise ist prägnant, kurz und knapp, woran man wohl die langjährige Tätigkeit als Rundfunkjournalist erkennen kann. Forum Politikunterricht | | |  |  | Jürgen Ritter / Peter Joachim Lapp: Die Grenze. Ein deutsches Bauwerk, 8. Aufl., Berlin 2011
Es ist schwer zu sagen, was an dem Band eindrucksvoller ist: die Ausdrucksfähigkeit der Fotos oder die sprachlichen Feinheiten des Textes. Hessischer Rundfunk Dieses Buch stellt mit seinem umfangreichen Bildmaterial, den detaillierten Recherchen und vor allem mit seiner unparteiischen Nachdenklichkeit eine
überzeugende Aufforderung dar, sich ehrlich mit der jüngsten deutschen Geschichte auseinanderzusetzen und die verbleibenden Zeugnisse der DDR-
Diktatur zu bewahren. Das Parlament Der Photograph Jürgen Ritter und der Journalist Peter Joachim Lapp, beide ausgewiesene Kenner des Grenzsystems der DDR, bemühen sich um
Objektivität. Sie beschönigen nichts und behandeln diesen betrüblichen Aspekt der deutsch-deutschen Geschichte nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Zeitschrift für Geschichtswissenschaft
| | |  |  | Peter Joachim Lapp: Georg Dertinger: Journalist – Außenminister – Staatsfeind, Freiburg 2005
Dass es neben Konrad Adenauer, der anfangs Bundeskanzler und gleichzeitig Außenminister war, noch einen Georg Dertinger – den ersten
Außenminister der DDR – gab, ist heute so gut wie vergessen. Erstmals liegt nun eine Biographie zu dem bis heute umstrittenen Mann der Ost-CDU vor,
die Auskunft über Leben und Werk gibt. Frankfurter Allgemeine Zeitung Das Verdienst der Biographie ist es, herausgearbeitet zu haben, dass Dertinger eine eigene deutschlandpolitische Konzeption verfolgte. So strebte er die Wiederherstellung eines wiedervereinten, neutralen Deutschland an, das die berechtigten Sicherheitsinteressen der Sowjetunion zu berücksichtigen hatte. Sehepunkte Der Politiker der (Block-)CDU hielt beharrlich an der Einheit Deutschlands fest… Als man die bisherigen Vorstellungen von einem Gesamtdeutschland
aufgab und stattdessen den Aufbau des Sozialismus in der DDR vorantrieb, stand Dertinger mit seiner Haltung im Wege und verschwand in Bautzen… Rheinischer Merkur | | |  |  | Peter Joachim Lapp: General bei Hitler und Ulbricht. Vincenz Müller – Eine deutsche Karriere, Berlin 2003
Peter Joachim Lapp hat es geschafft, aus diesem schwierigen Stoff ein äußerst lesbares Buch zu machen. Es ist ihm – manchmal vielleicht etwas zu
detailbesessen – gelungen, die Lebensgeschichte Müllers abgewogen darzustellen und dem Leser nebenbei deutsche (Militär)-Geschichte zu vermitteln. Süddeutsche Zeitung Lapp legt mit seinem Buch das erste umfassende Lebensbild Müllers vor. Und es ist gleich ein Standardwerk geworden… Ihm gelingt nicht nur,
Müllers einzigartige ‚deutsche Karriere’ akribisch nachzuzeichnen, sondern er vermittelt zugleich ein sehr lebendiges und plastisches Bild von der
facettenreichen Persönlichkeit Müllers. Der Tagesspiegel Einem bizarren Lebenslauf folgte Peter Joachim Lapp… Der erste Chef des Stabes der Nationalen Volksarmee und stellvertretende Verteidigungs-
minister der DDR griff Mitte der 50er Jahre in die deutsch-deutschen Beziehungen ein… Dem Verfasser dieser atemberaubenden Biografie ist
zuzustimmen, dass des NVA-Generals kühne deutschlandpolitische Initiative edlen patriotischen Motiven entsprang. Neues Deutschland | | |  |
| |
|
| |
 |
|
|
 |
|